Dahoam!

Mehr als 300 Zuschauer feiern mit der ersten Mannschaft einen 19:10-Heimsieg im ersten Heimspiel in der neuen Hockeyhalle in Atting. In den Playoffs geht es nun gegen Kassel. mehr
 

Der IHC Atting hat zum Heimspielauftakt in der neuen Attinger Hockey- und Stocksporthalle nicht nur Platz zwei nach der Hauptrunde der 2. Bundesliga Süd gesichert, sondern auch das Publikum begeistert. Mehr als 300 Zuschauer feierten einen 19:10-Heimsieg (6:3, 8:5, 5:2) gegen den HC Merdingen.

Sie riefen die Wölfe nach dem Spiel nicht nur zur bereits bekannten Laola-Welle auf, sondern skandierten auch lautstark „Ehrenrunde, Ehrenrunde.“ Nicht nur dieser Wunsch wurde erfüllt, auch die Raupe wurde auf dem Feld gezeigt. Strahlende Gesichter sah man so nicht nur auf den Rängen, sondern auch auf dem Feld. „Es hat echt wahnsinnig Spaß gemacht vor so vielen Zuschauern zu spielen“, sagte Florian Meichel. „Das spornt enorm an, wenn so eine Stimmung draußen ist.“

Auch als das Spiel im letzten Drittel schon lange entschieden war, bejubelten die Zuschauer jedes Attinger Tor begeistert. Peter Schnettler, Stadionsprecher der Straubing Tigers, sorgte für den entsprechenden Rahmen. Die Fans dürfen sich jetzt auf mindestens eine Zugabe in dieser Saison freuen. Durch den Sieg und die gleichzeitige 5:7-Niederlage der Badgers Spaichingen bei den Rhein-Main Patriots erreichten die Wölfe Rang zwei und treffen in den Playoffs auf den Nord-Dritten Kassel Wizards. Zunächst treten die Wölfe auswärts an (6. oder 7. Oktober), das Heimspiel findet eine Woche später statt.

Kleiner Wermutstropfen: Das erste Heimtor musste man den Gästen überlassen, die nach 7:05 Minuten durch Dennis Schopp mit 1:0 in Führung gingen. Jenes erstes Attinger Tor blieb Tim Bernhard vorbehalten, der zehn Sekunden später mit einer schönen Einzelleistung das 1:1 erzielte. Überhaupt war Bernhard einer der überragenden Akteure. Er erzielte insgesamt sechs Tore (teilweise per Schlagschuss, teilweise nach tollen Tricks) und bereitete zwei vor.

6:3 hieß es nach 20 Minuten. Atting zwar zwar spielerisch und vor allem läuferisch besser, Merdingen zeigte aber ebenfalls eine klasse Leistung und kam in der 31. Minute durch einen Doppelschlag auf 6:7 heran. Zuvor hatte Panthers-Goalie Jens Berger beim Stand von 7:4 ein scheinbar sicheres Attinger Tor mit einem herausragenden Fanghandsave verhindert.

Ausgerechnet eine Fünf-Minuten-Strafe gegen Christoph Wittenzellner und Kevin Bitsch (beide lieferten sich eine Rauferei, Wittenzellner musste aufgrund seiner zweite Strafe zum Duschen) sorgte dann für klare Verhältnisse. Denn bei drei gegen drei auf dem Feld spielten die Wölfe ihre läuferische Klasse aus und zogen von dann 9:7 auf 14:7 davon. Teilweise bekamen die Zuschauer wunderschön herausgespielte Tore zu sehen, das Highlight war dabei der doppelte Doppelpass zwischen Matthias Rothhammer und Florian Meichel.

Den Vorsprung gaben die Attinger dann im Schlussdrittel nicht mehr aus der Hand. Beinahe hätten sie sogar noch die 20-Tore-Marke geknackt. Den Schlusspunkt setzte in der 59. Minute Thomas Bauer. „Das Spiel war in allen Bereichen ein Erfolg“, sagte Trainer Markus Alzinger. „Es gab tolle Tore, Kampf, im zweiten Drittel wurde es zwischenzeitlich eng und eine Schlägerei war auch dabei. Jetzt bereiten wir uns auf die Playoffs vor.“

IHC Atting: Heitzer (Kelbin) - Meichel (1/4), Kettl (0/1), Mar. Rothhammer (0/1), R. Kuhnle (0/1), Bauer (2/3), Bernhard (6/2), Eisenschink (1/0), Miazga, C. Prasch (1/0), Schreyer (0/3), Wittenzellner (1/1), Mat. Rothhammer (4/1), Hillmeier (3/1).
Merdingen: Berger (Schnurr) - Kinderknecht (4/1), Schopp (2/0), Y. Schnurr, Petermann (1/1), Mylyanyk, Issler (2/1), Bitsch, Bauer (1/3), Bächle (0/2);
Schiedsrichter: Grau (Schwabach), Enderlin (Nimburg), Strafminuten: Atting 19 + Spieldauerstrafe gegen Wittenzellner, Merdingen 9; Zuschauer: 300.

Text: Michael Bauer, Foto: Harald Schindler


15.09., 19 Uhr Ergebnis:
19:10

Atting - Merdingen (in Atting)
Sa., 15.09.
TV Augsburg - Schüler 0:14
Pl. Mannschaft S T P
1 Augsburg 18 248:107 47
2 IHC Atting 18 222:157 40
3 Spaichingen 18 189:111 38
4 Merdingen 17 212:151 30
5 Freiburg 18 155:147 27
6 Schwabmünchen 18 210:207 27
7 Ingolstadt 18 168:151 26
8 Rhein-Main Patriots 17 137:163 20
9 Deggendorf 17 105:232 9
10 Sasbach 17 57:277 0
11
12