Der IHC Atting hat sich mit den erwünschten sechs Punkten aus der rund vierwöchigen Sommerpause zurückgemeldet, damit seine Playoff-Ambitionen untermauert und auch wieder Blickkontakt zu den drei vorderen Plätzen in der 2. Bundesliga Süd hergestellt. Das aber unter erschwerten Voraussetzungen bei den Partien in Langenfeld (10:5) und Düsseldorf (10:7).
Denn kurz vor dem Wochenende fiel Nummer eins Marco Feiertag aus und seine Vertretung Magdalena Ernst konnte nach dem zweiten Drittel am Samstag in Langenfeld nicht weitermachen. So kam der Düsseldorfer Jan Urfell (Foto), der seit 2023 für die Wölfe aufläuft, kurzfristig zu seinen ersten beiden Saisoneinsätzen – und durfte sich über den Sieg bei den Rams freuen, wo er von 2014 bis 2020 größtenteils im Nachwuchs gespielt hatte.
Gegen den Sechsten und Siebten der Tabelle erlebte Coach Markus Alzinger zwei zerfahrene Partien, wie er es nannte. „Auch die Turnhallen waren für uns wieder ungewohnt. Beide Gegner haben hart gekämpft und uns das Leben schwer gemacht. Aber wir haben die sechs Punkte geholt, die wir wollten und das ist das Wichtigste!“
Die Wölfe legten am Samstag in einer sehr fairen Partie in Langenfeld (nur sechs Strafminuten insgesamt) mit vier Toren im ersten Drittel, davon das erste schon nach 18 Sekunden durch Alexander Ernst, den Grundstein zum Sieg. Auch nachdem die Gastgeber im zweiten Drittel zu zwei Toren kamen, hatten die Wölfe, bei denen Elias Decker und Tobias Schwarzmüller je zweimal trafen, stets eine Antwort parat. Im letzten Drittel zogen sie dann weiter davon und erlaubten den Devils erst in der Schlussphase etwas Ergebniskosmetik.
Sonntagsgegner Düsseldorf lieferte den Wölfen einen harten Kampf, machten im Mitteldrittel aus einer Zwei-Tore-Führung der Wölfe zwischenzeitlich ein 5:4. Doch die Attinger glichen 32 Sekunden vor der zweiten Pause durch Elias Decker zum 5:5 aus – ein psychologisch wichtiger Zeitpunkt. Moritz Lermer und Fabian Hillmeier erhöhten dann schnell auf 7:5 und auch auf das 7:6 der Widder hatten sie durch Tobias Hackl schnell eine Antwort parat. Moritz Eisenschink besorgte mit dem 9:6 in der 52. Minute die Vorentscheidung.
Damit sind alle Auswärtspartien in dieser Saison für die Wölfe gespielt und mit 15 Punkten aus acht Spielen darf sich die Bilanz sehen lassen. Niederlagen gab es nur bei den drei Top-Teams aus Bockum, Merdingen und Spaichingen, von denen zwei nun in den kommenden Wochen noch in Atting gastieren. Die Wölfe haben in den vier verbleibenden Heimspielen durchaus noch die Chance, den aktuell vierten Platz zu verbessern.
Langenfeld – IHC Atting 5:10 (0:4, 2:3, 3:3)
Atting: M. Ernst (ab 40:01 Urfell) – Hillmeier (0/1), Kettl (1/0), Altmann (0/1), Dengler, Hackl (0/1), Eisenschink (1/0), Schwarzmüller (2/2), A. Ernst (1/2), Decker (2/2), Meichel (1/0), Lermer (2/0), Gritsch, Rothhammer.Schiedsrichter Schmidt (Duisburg), O. Latocha (Bockum); Strafminuten: Langenfeld 4, Atting 2;
Düsseldorf – IHC Atting 7:10 (1:2, 4:3, 2:5)
Atting: Urfell- Hillmeier (2/0), Kettl (1/1), Altmann, Dengler (1/1), Hackl (1/2), Eisenschink (1/0), Schwarzmüller (0/1), A. Ernst, Decker (2/1), Meichel (1/1), Lermer (1/1), Gritsch, Rothhammer.Schiedsrichter: Müller (Merdingen), Jurk (Winnenden); Strafminuten: Düsseldorf 4, Atting 10.