(mb) „Das war ein Ausrufezeichen“, freute sich Kapitän Fabian Hillmeier am Samstagabend, nachdem er mit seinen Attinger Wölfen gerade die Skating Bears aus Krefeld mit 8:6 (4:4, 2:1, 2:1) besiegt hatte. Der Aufsteiger legte damit mit vier Punkten aus zwei Spielen einen starken Start hin.
Unter den Augen von Bundestrainer Christian Keller und dessen Co-Trainer Fabian Peelen hatten die Wölfe die Fehler aus dem Bissendorf-Spiel weitgehend abstellen können. „Wir haben uns dahingehend verbessert, dass wir die 60 Minuten durchgezogen haben und nicht im letzten Drittel nachgelassen haben, nicht mehr auf den Körper gegangen sind oder keine Laufwege mehr mitgemacht haben“, lobte Trainer Markus Alzinger, der auf die Frage, ob er denn mit dem Start in die neue Saison zufrieden sei ein ganz klares „Ja, natürlich“, antwortete. „Vier Punkte sind super!“
Dabei war das Spiel zunächst geprägt von zahlreichen Abwehrfehlern. Die schönen Tore durch Tobias Hackl, Lukas Alzinger und Rückkehrer Simon Steger machten die Gäste mit drei schnellen Treffern, bei dem die Attinger Abwehr überlaufen wurde, zunichte. Nach 7:41 stand es 3:4, sechs Treffer waren binnen exakt zwei Minuten gefallen.
Keller könnte ein Auge auf Attings Goalie Marco Feiertag geworfen haben. Der war es nämlich, der über 60 Minuten erneut eine herausragende Leistung zeigte, kaum Abpraller zuließ und dank seiner läuferischen Qualität auch immer wieder das Spiel schnell machte. Vor allem in der Schlussphase strahlte er enorme Souveränität aus.
Bilder vom Spiel gegen Krefeld (Fotos: Andreas Jerchel)
Zuvor zeigten seine Mitspieler ihre Willenskraft. Nach einem unglücklichen Treffer zum 4:5 (27.) klickte das Überzahlspiel. „Wir haben das wirklich stark gespielt“, sagte Hillmeier zu den Treffern zum 5:5 (28.), den er selbst erzielte, und 6:5 durch Florian Meichel (35.). Der Ball lief wie am Schnürchen und mit etwas Chancenglück (Maximilian Sauermilch traf die Latte) hätte Mitte des Spiels in zwei weiteren Situationen noch mehr Treffer fallen können, vielleicht müssen.
Hatte Bissendorf vor zwei Wochen noch im Schlussdrittel mehr im Tank und versucht, das eigene Spiel durchzuziehen, gelang den Skating Bears zunächst nichts mehr. Fünf Minuten lang blieben sie gar ohne nennenswerten Torschuss, auf der anderen Seite fand ein leicht auf das Tor gechippter Ball von Tobias Schwarzmüller dank Tobias Hackls Screen den Weg zum 7:5 (43.) ins Tor und der offensiv herausragende Sauermilch verwandelte nach schönem Konter mit Florian Meichel in der 52. Minute seinen eigenen Abpraller zum 8:5.
Das war die Vorentscheidung, auch wenn sich Atting in Minute 55 binnen sechs Sekunden zwei dumme Strafen leistete und die Gäste schnell zum 6:8 kamen. Als Goalie Aaron Brosch etwas mehr als zwei Minuten vor dem Ende vom Feld ging, hatten Gegenüber Feiertag und die Wölfe alles im Griff. Symbolisch war eine Aktion von Alexander Ernst, der 60 Sekunden vor dem Ende den einschussbereiten Kapitän Fabian Zillen am Torschuss hinderte. Alle Fehler von vor zwei Wochen waren abgestellt und am Ende stand der erste Saisondreier. Verdient.
Atting: Feiertag (Urfell) – Hillmeier (1/1), Altmann, Alzinger (1/1), Dengler, Eisenschink, A. Ernst, Gritsch, Hackl (1/0), Lermer (0/1), Meichel (1/2), Sauermilch (2/1), Schwarzmüller (1/0), Steger (1/0);
Schiedsrichter: Kruppe (Schwabmünchen), Bogdanski (Deggendorf); Strafminuten: Atting 10, Krefeld 8; Zuschauer: 200.
Ergebnisse: Essen – Kaarst I 4:2, Atting – Krefeld 8:6, Düsseldorf – Köln 5:6 n. P., Augsburg – Krefeld 6:2, Bissendorf- Duisburg4:3
Tabelle:
Pl Team SP T P
- Augsburg 4 28:21 9
- Assenheim 2 18:10 6
- Bissendorf 4 18:21 6
- Kaarst 3 16:13 5
- Essen 3 12:14 5
- Krefeld 4 19:18 4
- Atting 2 12:11 4
- Köln 3 14:16 4
- Düsseldorf 3 12:22 2
- Duisburg 2 8:11 0