Tabelle
# Mannschaft S T P
1 IVA Rhein Main Patriots I 10 72:49 23
2 ESC Eagles Essen-West I 10 71:53 19
3 Crash Eagles Kaarst I 7 43:27 16
4 TV Augsburg I 9 60:59 15
5 HC Köln-West Rheinos I 10 50:58 14
6 Bissendorfer Panther I 11 55:63 12
7 Düsseldorf Rams I 8 46:51 11
8 IHC Atting I 8 43:55 9
9 Crefelder SC I 8 36:39 8
10 Duisburg Ducks I 9 42:64 8
Spielplan
07.03.2026 18:00 IHC Atting I vs. Bissendorfer Panther I 4 : 5
21.03.2026 18:00 IHC Atting I vs. Crefelder SC I 8 : 6
12.04.2026 14:00 IHC Atting I vs. HC Köln-West Rheinos I 7 : 6
18.04.2026 18:30 TV Augsburg I vs. IHC Atting I 9 : 6
09.05.2026 17:00 Bissendorfer Panther I vs. IHC Atting I 9 : 5
10.05.2026 14:30 Duisburg Ducks I vs. IHC Atting I 3 : 4
16.05.2026 18:00 ESC Eagles Essen-West I vs. IHC Atting I 11 : 4
17.05.2026 15:00 HC Köln-West Rheinos I vs. IHC Atting I 6 : 5
20.06.2026 18:00 IHC Atting I vs. Duisburg Ducks I - : -
28.06.2026 14:00 IHC Atting I vs. IVA Rhein Main Patriots I - : -
11.07.2026 16:30 Crefelder SC I vs. IHC Atting I - : -
12.07.2026 16:00 IVA Rhein Main Patriots I vs. IHC Atting I - : -
19.07.2026 12:00 IHC Atting I vs. ESC Eagles Essen-West I - : -
25.07.2026 18:00 IHC Atting I vs. Crash Eagles Kaarst I - : -
26.07.2026 14:00 IHC Atting I vs. Düsseldorf Rams I - : -
29.08.2026 19:00 Düsseldorf Rams I vs. IHC Atting I - : -
30.08.2026 14:00 Crash Eagles Kaarst I vs. IHC Atting I - : -
26.09.2026 18:00 IHC Atting I vs. TV Augsburg I - : -
Nächstes Spiel

Im Gespräch mit unserem Bundesliga-Goalie Marco Feiertag

30.05.2026 ·

Seit nicht einmal zwei Jahren ist Marco Feiertag beim IHC Atting. Nach mehr als zehn Jahren Pause hat sich der gebürtige Attinger die Torhüterausrüstung wieder angezogen und ist mittlerweile der große Rückhalt unserer Bundesligamannschaft. Wie es so weit kam, verrät er im Interview.

Marco, vor knapp zwei Jahren hast du im Hobbyteam hier in Atting wieder angefangen. Jetzt spielst du in der 1. Bundesliga. Wie ist es denn so weit gekommen?
Marco Feiertag: „Eigentlich habe ich als Feldspieler wieder angefangen. Da wurde aber schnell klar, dass das nicht so erfolgreich sein wird. Dann wurde ich aber gebeten oder sagen wir mal freundlich genötigt, mich doch mal wieder ins Tor zu stellen. Und dann ging es relativ zügig, dass Magge (Trainer Markus Alzinger, Anm. d. Aut.) mich gefragt hat in der 1. Mannschaft zu spielen.“

Wie lange hast du vorher nicht im Tor gestanden?
Feiertag: „Elf, zwölf Jahre.“

Warum hast du eine so lange Pause gemacht?
Feiertag: „Ich habe einfach gar nichts gemacht. Ich war komplett raus. Alles ist an mir vorbei gegangen. Als ich mir nun die Ausrüstung angesehen habe, war ich ganz verwundert, wie sich alles entwickelt hat. Ein Jahrzehnt ist an mir vorbei gegangen. Ich habe mich für den Sport gar nicht mehr interessiert.“

Und warum?
Feiertag: „Ich glaube, weil alles nicht so gelaufen ist, wie ich mir das früher vorgestellt habe. Deshalb wollte ich Abstand haben.“

Du hast früh auf sehr hohem Niveau Eishockey gespielt. In Deggendorf, dann in Düsseldorf in der DNL. Wie war das damals?
Feiertag: „Es war eine schöne Zeit, weil der Wettkampf mit den Burschen in deinem Alter macht Spaß, weil du immer Top-Leistungen aus dir heraus kitzeln musst. Und in der Oberliga war ich relativ früh gut dabei. Ich habe zum ersten Mal mit 16 für Deggendorf gespielt, dann noch mal mit 18.“

Du sagst, es lief nicht so wie es sollte. Du wolltest Profi werden.
Feiertag: „Ja, aber wahrscheinlich ist alles zu schnell gegangen. Ich war noch zu sehr Junge und zu wenig Mann in dieser Zeit. Als Jugendlicher spielt man viel zum Spaß. Wenn man ins Profigeschäft geht, muss man aber mental gefestigt sein. Das war ich damals nicht. Mit Drucksituationen umzugehen, wenn es mal nicht so gut läuft, konnte ich damals nicht so gut.“

Wie ging es nach dem einen Jahr Düsseldorf weiter? Hättest du dort bleiben können?
Feiertag: „Das war mein letzte Jahr in der Nachwuchsliga. Für mich war klar, dass ich wieder in die Heimat will. Deshalb war Passau in der Oberliga mit der Förderlizenz für Straubing die beste Lösung für mich.“

Und dann?
Feiertag: „Dann war es vorbei. Denn damals ist mir ein wenig der Spaß abhanden gekommen und dann wollte ich Abstand. Ich war komplett weg. Ab 2010 war ich komplett raus, habe 2013 noch einmal eine Bayernliga-Saison beim ERC Regen gespielt.“

Du bist ein echter Attinger, hast aber vorher noch nie Skaterhockey gespielt. Wie bist du dann zum Verein gekommen?
Feiertag: „Ich habe immer mal wieder Leute getroffen, die zu mir gesagt haben: ‚Mensch, schaus dir doch mal an.‘ Aber ich hatte als Torwart eigentlich abgeschlossen. Ich dachte, als Feldspieler könnte ich auch Spaß haben. Das war aber nicht so.“

Mehrere Leute haben später gesagt, du sollst doch bitte ins Tor gehen. Warum hat es dich dann doch gereizt?.
Feiertag: „Zum einen, weil es richtig viel Spaß gemacht hat und zum anderen, weil es mir hier mit der Mannschaft und dem Trainer einfach richtig gut gefällt. Ich wurde gleich aufgenommen, alles ist familiär beim IHC und das ganze Gefühl, welche Gemeinschaft man hier ist, hat mir so gut gefallen, dass ich gesagt habe: Hier zieh ich jetzt wieder durch.“

Das Torwartspiel im Skaterhockey unterscheidet sich vom Eishockey doch in etlichen Punkten. Schüsse aus allen Positionen, mal 60 oder gar 80 in einem Spiel. Wie lange hast du gebraucht, bis du dich daran gewöhnt hast?
Feiertag: „Es war schon eine große Umstellung wieder beweglich zu werden, wieder die Reaktionen zu testen. Du hast ja als Goalie gewisse Dinge in dir drin, du musst nur lernen, wie du sie wieder umsetzen kannst.“

Was ist das Schwierigste im Vergleich zum Eis?
Feiertag: „Dass es nicht so smooth ist, es ist härter. Die Flugbahn des Balls ist schwieriger abzuschätzen. Alles geht auch wahnsinnig schnell.“

Heißt, man muss noch ein bisschen fitter sein?
Feiertag: „Wenn du das Leistungsniveau halten willst, musst du sehr sehr fit sein. Man merkt das oft bei längeren Spielen. Man kassiert Tore, von denen man sagt: Die dürfen nicht passieren. Dann merkt man, dass die Kräfte nachlassen.“

Wie stellst du dich auf die wechselnden Spielbeläge ein?
Feiertag: „Am liebsten sind mir Flächen, auf denen man als Goalie ein bisschen rutschen kann. Und solche mit Rundungen. Wir haben das große Glück, dass wir mit unserer Halle sehr gut aufgestellt sind. Wenn so eine Turnhalle mal aufgeheizt ist, ist die kein Vergleich zu unserer Halle.“

Wie geht man damit um, im Skaterhockey auch mal mehr Tore zu kassieren, wobei das für diese Sportart eigentlich etwas ganz Normales ist.“
Feiertag: „Persönlich sind wenig Gegentore natürlich toll, aber was zählt ist der Mannschaftserfolg. Ob man sieben oder acht Tore bekommt ist egal. Hauptsache, wir haben am Ende die Punkte.“

Es kann auch schnell eine Führung wechseln, wie wir in dieser Saison schon in den Spielen gegen Bissendorf oder Köln erlebt haben. Gegen Krefeld sind in sechs Minuten auf beiden Seiten sieben Tore gefallen.
Feiertag: „Letztes Jahr wäre ich da vielleicht noch ausgeflippt, diese Saison bin ich schon deutlich ruhiger.“ (lacht)

Du spielst wahnsinnig gerne mit und gehst manchmal weit aus deinem Tor heraus. Ist das nicht gerade im Skaterhockey sehr gefährlich?
Feiertag: „Klar ist das gefährlich. Aber zum einen macht das richtig viel Spaß und ich habe auch immer den Drang mitzuspielen. Ich glaube auch, ich habe damit schon mehr Chancen verhindert als kreiert wurden. Rausstechen und rauslaufen macht viele Chancen zunichte. Unser Coach schaut zwar immer ein bisschen und gibt manchmal ein Handzeichen, aber er kann sich da schon auf mich verlassen.“

Hättest du vor zwei Jahren gedacht, dass du auf diesem Niveau Bundesliga spielen wirst?
Feiertag: „Nein.“

Wie vergleichst du das Skaterhockey mit deiner Anfangszeit, als das Ziel war, Eishockey-Profi zu werden?
Feiertag: „Ich bin hier zu 100 Prozent dabei, weil es mir extrem viel Spaß macht. Eigentlich ist es schade, dass ich erst in diesem gehobenen Alter dazugekommen bin und viele Jahre verpasst habe.“

Du spielst auch wieder Eishockey beim War das Skaterhockey mit ein Grund? Oder einfach das Torwartsein?
Feiertag: „Das war eigentlich auch kein Thema. Auch hier bin ich angesprochen worden, doch wieder aufs Eis zu gehen. Hier ist aber noch offen, wie es weitergeht.“

Welche Ziele hast du hier mit dem IHC?
Feiertag: „Auf jeden Fall das Beste geben für die Mannschaft und den Verein. Und sich als Mannschaft in der Liga etablieren, dass wir keine Fahrstuhlmannschaft werden und wir uns festbeißen.“

Der Bundestrainer hat uns hier in Atting schon besucht. Wäre das auch noch ein Ziel? Nationalmannschaft
Feiertag: „Da bin ich komplett entspannt. Sollte ich vielleicht eine Einladung bekommen, komme ich sehr gerne. Und wenn nicht, akzeptiere ich das auch.“