Der IHC Atting ist durch viele nationale Erfolge in den vergangenen Jahren im Nachwuchs auch international erfahren, schaffte schon zwei Medaillen bei Europacup-Turnieren. Am Wochenende jedoch gibt es ein Novum in der nun 28-jährigen Vereinsgeschichte: Erstmals nimmt ein Team an einem Europacup-Wettbewerb bei den Herren teil.
Die Bundesligamannschaft hat sich durch ihre Teilnahme am Final Four im deutschen Pokalwettbewerb des Vorjahres die Teilnahme am Men Challenge Cup gesichert. Dieses neben dem Landesmeisterpokal zweite internatinoale Club-Event im europäischen Skaterhockey findet von 3. bis 5. Juli im Centre sportif Chandolan in Givisiez in der Schweiz statt. Die 3.500 Einwohner große Gemeinde liegt rund 35 Kilometer entfernt von Bern.
„Das wird mit Sicherheit eine coole Sache“, sagt Kapitän Fabian Hillmeier, der selbst noch nie international gespielt hat. „Wir freuen uns alle darauf und das Turnier ist mit Sicherheit jetzt auch mal eine willkommene Abwechslung zum Ligaalltag.“ Teamkollege Florian Meichel, der zwar ebenfalls noch keinen Europacup gespielt hat, kennt dafür die Halle: Im November 2023 fand dort die Europameisterschaft statt, bei der er mit der Nationalmannschaft den Pott holte. Zu den entscheidenden Spielen musste damals aber nach Rossemaison ausgewichen werden.
Die Wölfe haben es in Gruppe B mit den drei Schweizer Clubs SHC Givisiez Skater 95, IHC Malcantone, SHC Léchelles Coyotes und den Rødovre Red Devils aus Dänemark zu tun. „Wir fahren da als Außenseiter hin“, sagt Hillmeier. „Aber wer weiß! Vielleicht können wir den ein oder anderen ärgern und Erfahrungen mitnehmen, die uns in der Liga weiter helfen.“ Dort haben die Wölfe zuletzt vier Spiele in Folge verloren und stehen am Tabellenende
Coach Markus Alzinger stellt auch aus diesem Grund nicht eine Platzierung in der Schweiz in den Vordergrund, sondern das Sammeln von Erfahrungen auf internationaler Bühne: „Gegen solche Top-Mannschaften kann man auf diesem Niveau nur lernen.“ 14 Spieler und zwei Torhüter treten die Reise an, auch einige Fans sind mit dabei. „Es wird interessant, aber auch schön.“
Gleichzeitig blickt er auf die entscheidende Ligaphase voraus: „Ich sehe das als riesengroßes Teambuilding, damit wir als Mannschaft noch weiter zusammenwachsen. Wenn es in der Bundesliga weitergeht wollen wir durchstarten und müssen Punkte holen.“ Am 11. Juli reisen die Wölfe nach Krefeld, einen Tag später geht es nach Assenheim. Im Fokus steht auch schon das Spiel am 19. Juli zuhause gegen Essen. Die Skaterhockeymannschaft ist eine Sparte des Eishockey-Vereins, der nun angekündigt hat, Insolvenz anzumelden. Die Skaterhockey-Truppe trat bereits in Kaarst nicht an. Wie es weitergeht ist offen. Für Samstag ist das Pokal-Viertelfinale gegen Köln terminiert.