Großer Erfolg aber gleichzeitig auch ein Stück weit Enttäuschung für Johannes Ernst: Der 17-Jährige Stürmer des IHC Atting belegte am Wochenende mit der deutschen U19-Skaterhockey-Nationalmannschaft bei den Europameisterschaften im österreichischen Ternitz den zweiten Platz – genau wie im Vorjahr.
„Die Schweizer sind einfach zu stark“, lautete das Fazit des Stürmers nach dem 1:8 im Finale. „Es war leider wirklich deutlich.“ Ernst selbst hatte während des Turniers in acht Spielen drei Tore und fünf Vorlagen erzielt und belegte in der Scorerliste Rang 13. Wie schon im vergangenen Jahr hatten die beiden Mannschaften das Turnier, bei dem vier Nationen teilnahmen (auch Gastgeber Österreich und Großbritannien) dominiert, beide hatten je ein Gruppenspiel gegen den jeweils anderen gewonnen. Allerdings hatten die Schweizer beim 1:6 gegen die deutsche Mannschaft am Freitag ihre Top-Reihe geschont. Auch das ist eine Parallele zum EM-Turnier 2025. „Und wir haben in diesem Spiel richtig Power gemacht.“
Ernst war einer von drei bayerischen Spielern beim Rekord-Europameister (16 Titel seit 1997) neben den beiden Deggendorfern Kilian Weinberger und Alexander Heinitz (spielte ebenfalls schon in Atting). Da er als Jahrgang 2008 in der Saison 2027 nicht mehr für den U19-Kader spielberechtigt ist, bleibt die Familiengeschichte damit ungekrönt. Seine Zwillingsgeschwister Magdalena und Alexander Ernst holten beide 2023 mit dem deutschen Team den Titel – in einem dramatischen Finale eben gegen jene Schweizer. Auch Moritz Lermer, Maximilian Sauermlich und Lukas Alzinger gehörten 2023 zur Mannschaft, Markus Alzinger war im Trainerstab dabei.
„Das Turnier hat aber super viel Spaß gemacht.“ Er selbst nimmt viel von diesem Turnier mit. „Vor allem Zwischenmenschliches. Und man lernt auch zu gewinnen und zu verlieren.“ Sein nächstes Ziel ist, sich in der Herrenmannschaft der Wölfe zu etablieren, die auch 2027 in der 1. Bundesliga spielen wird. Erste Einsätze hat er in der Vergangenheit bereits erhalten.