(mb) Am Ende wurden im Forum Biwi im kleinen Örtchen Rossemaison wieder kräftig die Schweizer Fähnchen geschwenkt. Betretene Gesichter gab es stattdessen auf Seiten der deutschen Spieler und auch deren mitgereisten Fans: Denn das Finale der Europameisterschaft im Inline-Skaterhockey ging deutlich mit 3:8 verloren.
Wie schon bei den Junioren vor wenigen Wochen blieb damit für den einzigen Attinger im Team, Stürmer Maximilian Sauermilch, nur der Vize-Europameistertitel. U19-Spieler Johannes Ernst hatte mit Team Deutschland Ende August ebenfalls das Finale gegen die Schweiz deutlich verloren. Damals hieß es 1:8.
Herren-EM-Debütant Sauermilch, aktuell zweitbester Scorer bei den Wölfen, die am kommenden Samstag um 18.00 Uhr gegen Augsburg ihr letztes Saisonspiel in der 1. Bundesliga absolvieren, gelangen drei Tore und eine Vorlage im Laufe des Turnier.
Dass das Finale Deutschland gegen die Schweiz lauten würde, hatte sich schnell abgezeichnet. Sowohl Deutschland als auch die Gastgeber waren im Fünf-Nationen-Feld den Teams aus Dänemark, Großbritannien und Österreich überlegen. 10:3 hieß es aus deutscher Sicht gegen Österreich, 5:2 gegen Dänemark und gar 14:0 gegen Großbritannien. Auch die Schweizer gewannen alle Spiele klar. Nur das Duell gegen Deutschland endete mit 2:2. Im Halbfinale gewann die Schweiz gegen Großbritannien mit 12:1, Deutschland mit 11:2 gegen Dänemark.
Im Finale, in dem beide Seiten viele Strafen kassierten, erwischte das deutsche Team einen denkbar schlechten Start, lag schon nach fünfeinhalb Minuten mit 0:3 zurück und kam auch bei einer Überzahl mit zwei Mann mehr erst spät zum ersten Tor. Nicht einmal zwei Minuten später gelang den Schweizern aber schon Treffer Nummer vier. Zwar hielt Marvin Frenzel noch einen Penalty, doch die Schweizer bremste das alles nicht: Bis zur 32. Minute hieß es bereits 7:1.